Who made my clothes: Steckbrief Mone

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Zur Fashion Revolution Week wird weltweit diese Frage gestellt:
„Who made my clothes?“

Wir von Maboni wollen Euch eine klare Antwort darauf geben! Teil 1: Mone

Mone, Gründerin von Maboni

Steckbrief Mone 

Name:Mone
Alter: 37 Jahre
Beruf: Modedesignerin, Damen – und Herrenschneidermeisterin

Meine Vita
Schulabschluss: Abi 2000, Schneidermeisterin 2008, Modedesign 2009
Ausbildung:
Warum überhaupt? Weil ich schon immer der Meinung war, dass Ästhetik und Nachhaltigkeit Teamplayer sind – der Mensch konsumiert, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn das Produkt dann auch noch ökologisch durchdacht und fair hergestellt ist, ist das ein wunderbarer Mehrwert. Mein Herz brennt für diese Art zu leben. – Grün – regional – fair 

Meine Aufgaben bei Maboni:
Designentwürfe, Schnitt, Stoffbestellungen, Vertrieb, Bürokratie, und alles andere auch

 

Meine Meinung
Was ist dir als Gründerin für die Arbeitsbedingungen bei Maboni besonders wichtig?
Mir ist es wichtig, dass Maboni unsere Region stärkt. Wir lieben Thüringen, und wollen zeigen, dass wir unsere Kollektion hier vor Ort fertigen und somit die Qualität und die faire Bezahlung bewahren. Wir arbeiten bewusst mit allein erziehenden Müttern und Menschen mit Behinderungserfahrungen zusammen.

Wie passen Mode und Umweltschutz für dich zusammen?
Super!… Kleidung gehört ganz nah zu unserem Leben dazu, schützt und verschönert uns. Es ist also natürlich, dass wir Kleidung konsumieren. Zu welchen Bedingungen die zweite Haut auf unserer liegt, dass können wir aber direkt mitbestimmen. Indem wir bewusst transparente, umweltbewusste Biomarken wählen – am besten regionale Labels, mit denen man noch persönlich und ehrlich ins Gespräch kommen, und sich erkundigen kann, wer und was genau dahinter steckt.

 Welche unternehmerische Intension hast du für Maboni?
Unser Kernziel ist es, im Bereich Kindermode und besondere Geschenke ein komplett transparenter Onlinestore mit kundennahem Geschäft in Eurer Region zu bieten. Will ich, als Mama, Papa, Oma/Opa oder Tante meinem Kind etwas schenken, dass seine Umwelt respektiert und schont, dass für faire Bezahlung, ökologische Materialien und Umweltschutz steht, und dabei 3x so lang getragen werden kann – dann passt Maboni wunderbar und bringt grünes Bewusstsein in Euer Haus.

Eure Mone

Who made my clothes? Steckbrief Stef

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Zur Fashion Revolution Week wird weltweit diese Frage gestellt:
„Who made my clothes?“

Wir von Maboni wollen Euch eine klare Antwort darauf geben! Teil 2: Stef

 

Stef von Maboni

Steckbrief Stef

Name: Stef
Alter: 31
Beruf: Dipl. Modedesignerin

Meine Vita

Schulabschluss: Abi 2007, Modedesign 2015
Ausbildung:
Ich wollte schon immer einen kreativen Job ausüben und in einem Büro vor dem Bildschirm sitzen kam für mich nie in Frage. Deshalb fiel meine Wahl auf Modedesign nachdem ich mit 16 Jahren das erste Mal an einer Nähmaschine saß. Allerdings war während meines Studiums auch schnell klar, dass ich nicht für irgendein schnelllebiges Label arbeiten will, was nur so mit den Ressourcen der Erde um sich schleudert! Nach mehreren Praktika im Abendmodebereich und Kindermodesektor, habe ich in einem exklusiven Pariser Brautmodeatelier, welches ausschließlich maßgeschneiderte Kleider anfertigt, gearbeitet und war außerdem ein halbes Jahr bei einer marokkanischen Designerin in Rabat tätig, die unter anderem auch für die Königsfamilie anfertigt. Schließlich bin ich 2018 auf Maboni getroffen.

Meine Aufgaben bei Maboni:
Design, Schnitte, Zuschnitt, Näharbeiten

 

Meine Meinung 

Welche Trends siehst du in puncto Modeindustrie auf uns zukommen?
Im Grunde genommen kommt doch alles wieder was schon einmal Mode war. Schaut man sich die Laufstege der Metropolen an, ist die Hälfte der Kleidung nicht alltagstauglich! Was ich persönlich viel wichtiger finde, ist das Selbstbewusstsein mit welchem man sich und somit seine Kleidung präsentiert. Man sollte vielmehr darauf achten was einem selber und seiner Figur schmeichelt und dies dann mit Überzeugung und einem guten Gefühl tragen können.

Du hast lange in Frankreich gelebt. Gibt es (modetechnisch) in Frankreich andere Verhaltensweisen, die du dir für Deutschland auch wünschst?
Ich wünsche mir nicht, dass die Deutschen anfangen sich wie die Franzosen zu kleiden. Jedes Land ist unterschiedlich und das macht die Vielfalt so interessant. Allerdings fällt mir immer wieder auf, dass Deutsche sich viel praktischer und wetterbeständiger anziehen als Pariser. Pariser sind nicht gleichzusetzen mit Franzosen. Den Begriff Matschhose habe ich beispielsweise nie in meinem Mamaleben in Frankreich gehört. Dort habe ich kleine Jungen in engen Jeans und Hemden auf dem Spielplatz gesehen und Mädchen in Ballerinas und Spitzenrock. Das war ein ziemliches Umdenken als ich 2018 zurück nach Deutschland gekommen bin und ich achte mittlerweile wieder auf ganz andere Sachen als noch vor einem Jahr.

Was ist dir an Kinderkleidung besonders wichtig?
Jeder sollte sich in seiner Kleidung wohl fühlen – Kinder besonders! Denn wer sich unwohl in seiner (zweiten) Haut fühlt, kann auch nicht zu einer selbstbewussten Person heranwachsen. Diese zweite Haut sollte sich gut anfühlen, bequem sein und man muss sich damit identifizieren können.
Wenn meine Tochter nur Röcke anziehen mag, dann ist das eben so und wenn es mal der furchteinflößende Dinopulli sein soll, dann ist das natürlich auch in Ordnung!

Eure Stef

 

Wie wir Nachhaltigkeit in Material und Verarbeitung umsetzen

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Im Rahmen der Fashion Revolution Week 2019 möchten wir Euch berichten, wie wir zu unseren Materialen für die Maboni Kleidung kommen, wie wir sie verarbeiten und welche Gedanken uns dazu beeinflussen.

 

MABONIs Nachhaltigkeitsgedanke

Für Maboni steht die Nachhaltigkeit im Fokus unserer Arbeit, für alle Prozessstufen. Dieser Nachhaltigkeitsgedanke soll ermöglichen, dass Kinder, als folgende Generationen auf unserer Erde, durch unsere Arbeit nicht ihrer Zukunft beraubt werden, sondern eine lebenswerte Welt vorfinden.
Außerdem sind Kinder unsere Zielgruppe. Wir produzieren Kinderkleidung für Kinder, NICHT von Kindern. Und das aus Leidenschaft.
Diese Art und Weise, nachhaltig in unserer Arbeit und unserem Leben zu agieren, soll ebenso unsere Erziehung beeinflussen, um natürlich im Sinne einer Vorbildwirkung auf unsere Kinder einzugehen, aber auch um Kindern diese Lebensweise als Standard nahezubringen und sie als lohnenswert zu erleben.
Die Liebe zu Kindern und zur Natur, prägt in ihrer Verbindung die Philosophie von Maboni. Maboni Outfits „knutschen“ sensible, dünne Kinderhaut und tragen zu einer sauberen Umwelt bei, in der unsere Kids gesünder aufwachsen können.

 

Wir verwenden ausschließlich zertifizierte Materialien

Alle Materialien, die wir für die Produktion von Maboni Kleidung benutzen werden von Textilagenturen aus Deutschland vertrieben. Diese Agenturen unterstützen unsere Motivation und unseren Antrieb nach einer gerechteren Modebranche.

Die Stoffe, die wir beziehen, unterliegen strengen Qualitätsansprüchen und sind zu 100% GOTS zertifiziert und sind somit zum überwiegenden Teil biologisch angebaut worden. Denn die Richtlinien des Global Organic Textile Standard (GOTS) besagen, dass mindestens 70% der eingebrachten Fasern auf diese Weise angebaut werden müssen. Neben dem Anbau wird auch der gesamte Weg der Verarbeitung durch festgelegte Regeln beeinflusst, die die Nachhaltigkeit sicherstellen sollen. So auch die Arbeitsbedingungen entlang der Prozesskette, die Verwendung von Chemikalien und den Wasser- und Energieverbrauch. Diese Standards werden regelmäßig geprüft. Somit schützen wir die Menschen samt Natur in den Anbau- und Verarbeitungsgebieten dieser Welt und bieten Deinen Liebsten ein super natürliches, chemiefreies Produkt.

Stoffe der Maboni Kollektion

Für unsere Maboni Kleidungsstücke nutzen wir überwiegend Naturfasern, wobei Baumwolle für uns die wichtigste ist. Denn wir lieben diese anschmiegsame Faser.
Eine weitere Naturfaser, auf die wir nicht verzichten wollen, ist Merinowolle. Die thermoregulierende Eigenschaft ist für Kinder vor allem im Winter wunderbar geeignet. Dabei beachten wir natürlich, dass wir unsere Wolle ausschließlich als chlor- und mulesingfreies Material aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) beziehen.
Den Anteil an synthetischen Fasern versuchen wir sehr gering zu halten. Dabei ist uns wichtig, dass sie aus recycelten Materialien stammen. Diese aufbereiteten Fasern zeichnen sich durch eine besondere Hautverträglichkeit aus, da vermeintliche Gift- und Schadstoffe durch das viele Waschen bereits ausgeschwemmt wurden.

Die Maboni Kleidung selbst hat leider noch keine GOTS Zertifizierung oder andere Siegel, die unsere fairen und nachhaltigen Gedanken widerspiegeln. Denn dieser Zertifizierungsprozess ist sehr kosten- und zeitintensiv, weshalb wir das in der kurzen Zeit, in der wir erst auf dem Markt sind, noch nicht realisieren konnten. Es ist uns aber eine Herzensangelegenheit diese Zertifizierungen nachzuholen, um auch nach außen und ganz offiziell unsere Bemühungen um die Nachhaltigkeit zeigen zu können und somit zu den Veränderungen in der Modeindustrie und in den Köpfen der Menschen beizutragen.
Für uns persönlich haben wir im Team eigene Richtlinien, die für Fairness und Nachhaltigkeit sorgen, erarbeitet. Diese sind natürlich den zertifizierten Richtlinien angepasst und auf unsere Unternehmensgröße analog angewendet. Aufgrund dieser einheitlichen Bemühungen und grundlegenden Haltung jedes Mitarbeiters, können wir die Philosophie, die Maboni prägt, in jedes Kleidungsstück einarbeiten.

Stoffe der Maboni Kollektion

 

Wir produzieren zu 100% in Deutschland

Wir sind in unserer Produktionsauflage noch im eher kleineren Bereich und können deshalb in Erfurt produzieren. Maboni ist ein Slow-Fashion Label. Wir produzieren bewusst kleinere, hochwertige Serien um unsere Philosophie effektiv umsetzen zu können. Aufgrund von stetigem Wachstum war es bereits notwendig einige Arbeitsschritte aus der Hand zu geben und wir suchten und suchen weiterhin dafür geeigneten Partner in Thüringen und Mitteldeutschland. Ein großer Pluspunkt aufgrund von kurzen Transportwegen und geringerer Umweltbelastung.

Arbeitsplatz von Maboni im Maboni Store Erfurt

Geeignete Partner zu finden, die unsere Nachhaltigkeitsgedanken mit uns Tragen und ebenfalls realisieren können, stellt sich als Herausforderung dar. Durch die Produktion in Deutschland können wir das Kriterium „Made in Germany“ erfüllen. Damit wird ebenfalls ein hoher Standard an Qualität und Fachwissen verkörpert.
Den ersten Schritt sind wir mit der Zusammenarbeit der Erfurter Werkstätten des CJD gegangen. Hier konnten wir in unserem heimischen Umfeld uns vorsichtig aneinander antasten, viele Gespräche zum Ablauf und zu den eigentlichen Näharbeiten führen und die anfänglichen Probleme und Unsicherheiten flexibel vor Ort klären. Diese erste Erfahrung mit der Auslagerung unserer Arbeit ist wertvoll für weitere Aufträge in größeren Umfang. Immerhin haben wir noch keinen Erfahrungsschatz für die Arbeit im Vertrieb und bauen uns diesen erst auf. Als großen Vorteil sehen wir unsere Unvoreingenommenheit, die dieser Erfahrungsmangel mit sich bringt. Diesen wollen wir uns gern erhalten, in der Hoffnung alte Gesellschaftsmuster aufzubrechen und unsere Unternehmensziele sinnvoll umsetzen zu können.

Näharbeiten in den Erfurter Werkstätten des CJD

Unsere Partner in der Nähe zu haben, bringt den entscheidenden Vorteil sie persönlich zu kennen. Ein Kontakt auf Augenhöhe unterstützt die Qualitätsanforderungen und erhöht die Zufriedenheit auf beiden Seiten. Und das geht am besten im direkten Gespräch, vor Ort.

Der überwiegende Teil der Maboni Kleidung wird in unserem eigenem Atelier gefertigt. Ihr könnt uns jederzeit besuchen und uns über die Schulter schauen.

Euer Maboni Team