Tomaten für alle

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Vom Tomatenanbau in der Stadt – dein eigener Urban Garden

Als ich vor ein paar Jahren einmal fünf Stunden im Chicagoer O’Hare Flughafen verbrachte sah ich ein Schild mit der Aufschrift „O’HARE Urban Garden“. Dahinter standen unzählige Säulen, bepflanzt mit Kräutern, Salaten und essbaren Blumen. Von Urban Gardening hatte ich noch nie etwas gehört, doch dieser Garten hatte etwas fast außerirdisches, das fern von allem liegt, was ich mit Garten assoziieren würde: weiße LED-Strahler tauchen die Pflanztürme in ein steriles Licht und von Erde keine Spur. Die Pflanzen wachsen in einem aeroponischen High-Tech-System heran, das mit Nährstoffen angereichertes Wasser durch die Säulen pumpt. Diese „Vertical Farms“ sind also für zuhause noch Zukunftsmusik.

Wer nun, wie wir auch nicht, das Glück hat eine Wohnung, mit riesiger Dachterasse zu besitzen, um dort, wie auf den Dächern der amerikanischen Biosupermarktkette Whole Foods, Gemüse in Hochbeeten anzubauen, für diejenige und denjenigen haben wir Ideen für die Wohnung und den Balkon.

Den Anfang macht die Tomate:

In der ersten Gartensaison macht es Sinn, die Samen der gewünschten Lieblingssorte zu kaufen. Du kannst sie nach deinem verfügbaren Platzangebot oder Geschmack auswählen. So gibt es beispielsweise hängende Sorten oder besonders süße. Später kannst du dann einige Samen der ersten Früchte lagern und im nächsten Jahr einpflanzen.

Mitte bis Ende März ist der ideale Zeitpunkt, um die Pflanzen vorzuziehen. Dafür wird Anzuchterde in einen kleinen Übertopf mit Löchern unten gegeben und gewässert. Die Samen können vorher auf einem feuchten Küchenpapier Wasser ziehen und werden dann vorsichtig in die Erde gedrückt (Abstand nach Anleitung) und ganz leicht mit Erde bedeckt. Ideal ist auch ein kleines Gewächshaus für die Fensterbank. Neben ausreichender Sonneneinstrahlung sollte nun immer auf feucht gehaltene Erde geachtet werden, es muss jedoch eine Abflussmöglichkeit geben, da sich sonst Schimmel bildet! Ich habe den Deckel jeden Nachmittag für eine Weile abgenommen, damit es nicht zu heiß wird und neue Luft an die Pflanzen kommt.

Urban Gardening

Unsere Samen brauchten 9 Tage, um zu keimen. Die Pflanzen wachsen jetzt stetig in die Höhe und können umgetopft werden, sobald sich die ersten Blätter gebildet haben. Am besten ist es allerdings, die Tomaten so lange wie möglich im Haus weiterwachsen zu lassen. Im Frühsommer werden sie dann auf den Balkon gebracht. Es empfiehlt sich, sie bei ausreichender Größe von etwas 35cm erneut umzutopfen. Für hochwachsende Sorten macht es Sinn eine Rankhilfe, etwa einen Bambusstab, hineinzustecken.

Ich wünsche euch ein gutes Gelingen und bis bald!
Maboni

2 Comment

  1. Jessica says:

    Super Idee!Werde ich gleich mal ausprobieren!

    Grüße Jessica

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  2. Bettina says:

    Wir haben zwar eine Dachterrasse, aber leider hapert es noch am grünen Daumen. Bisher haben wir in einem Jahr stolz fünf Zucchini und ein paar Erdbeeren geerntet. Bei den wenigen Himbeeren waren die Vögel leider schneller. Doch leider hat keine der Pflanzen den Winter überlebt. Auch der ambitionierte Versuch mit den Kindern aus einem Sonnenblumenkern eine Sonnenblume wachsen zu lassen ist leider kläglich gescheitert.
    Aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Dieses Jahr probieren wir es mit Johannisbeeren. Da ich Grad tomatensüchtig bin, kann ich die Anleitung ja mal mit einem Kern ausprobieren. Kostet ja nix.

    Einen Erfolg haben wir bisher jedoch. Thymian in riesigen Mengen. Aber wozu braucht man denn nur so viel Thymian? Vielleicht habt ihr ja Anregungen.

    Gruß Gartenpumuckl

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